Haftung für Schäden durch Bäume?

Szenario: In Ihrem Garten steht ein großer hoher Baum. Bei einem Sturm bricht ein Ast ab und durchbricht das Glasdach Ihres Nachbarn. Wer haftet?

Bei einem morschen Baum sollte der Fall klar sein: Sie als Baumeigentümer haften für den Fall.

Anders sieht es aber bei einem richtigen Sturm aus (Luftbewegungen von mehr als 60 km/h), sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

Wenn es sich nicht um ortsübliche Einflüsse handelt und es zu starken Stürmen kommt, haftet der Baumeigentümer nicht für Schäden durch abgerissenen Äste, da es sich um Einwirkungen aufgrund höherer Gewalt handelt.

Kann jedoch der Geschädigte nachweisen, dass der umgestürzte Ast oder Baum, der den Schaden verursacht hat, erkennbar krank oder morsch war, haftet der Eigentümer dennoch für den Schaden.

Sollte der Disput beim Gericht landen, wird man hier eine meteorologische Stellungnahme und andererseits ein Gutachten über den Zustand des Baumes einholen müssen.
Meist wird die Gebäudehaftpflichtversicherung des Grundstückseigentümers, auf dem der Baum stand, den Schaden übernehmen.

Quelle: Gewinn 2/17


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