Stromwechsel beim Umzug – Gastbeitrag wechseljetzt.de

Mit dem Umzug ins neue Heim geht ein Kapitel zu Ende und ein weiteres beginnt. Vorerst aber stehen organisatorische Dinge wie aussortieren und Umzugskartons packen im Vordergrund. Zudem steht eine gute Portion Stress an, um das neue Zuhause bewohnbar zu machen. Wie sieht es aber mit dem Stromanbieter aus?

Muss man den alten Anbieter behalten oder ist ein Wechsel möglich? Das Online-Preisvergleichsportal Wechseljetzt.de verrät was Sie beachten sollten, damit Sie auch im neuen Heim problemlos mit Strom versorgt werden.

 

Stromabmeldung:

Schon beim Auszug müssen einige Dinge beachtet werden, um das alte Zuhause ordnungsgerecht zu hinterlassen. Man muss dem alten Stromanbieter kündigen und über den Umzug informieren.

Ein Blick in den Stromliefervertrag lohnt sich, denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) können die konkreten Vertragsdetails in der sogenannten „Umzugsklausel“ nochmal überprüft werden. In der Regel jedoch besteht ein Sonderkündigungsrecht, von dem man binnen 14 Tagen Gebrauch machen muss. Die Kündigung sollte vom Vertragshalter selbst in schriftlicher Form (am besten per Einschreiben) erfolgen. Zudem muss auch der letzte Zählerstand notiert werden und dieser dem alten Netzbetreiber durchgegeben werden. Als letztes muss noch der Strom beim Netzbetreiber abgemeldet werden.

Stromanmeldung:

In Österreich muss jeweils ein Stromliefervertrag und ein Netznutzervertrag abgeschlossen werden. Dabei kommt es jedoch auch auf die Reihenfolge an:

Zuerst sollte man den Stromliefervertrag abschließen. Seit der Liberalisierung des Energiemarktes kann man nun zwischen mehr als 20 landesweiten und vielen regionalen Stromlieferanten frei wählen. Für einen gelungenen Wechsel sollte man am besten Preise, Serviceleistungen und auch den Strommix der jeweiligen Anbieter vergleichen und sich den aussuchen, der am besten zu einem passt. Für eine reibungslose Stromversorgung zum Zeitpunkt des Einzugs sollte man am besten mindestens drei Wochen vor dem Umzug beim neuen Anbieter einen Stromlieferantrag für das neue Heim stellen.

Denn genau so lange sollte ein Wechsel in der Norm dauern. Wichtig zu beachten ist, dass der Stromanbieter keine Wechselgebühren erheben darf!

Wenn der Stromliefervertrag abgeschlossen wurde, sollte der Netzbetreiber der neuen Wohnung über den Einzug benachrichtigt werden. Den Netzbetreiber kann man dabei nicht frei wählen, er ist durch die eigene Stromanlage schon festgelegt. Außerdem sollte man dem neuen Netzbetreiber den gewünschten Termin zur Vertragsübertragung mitteilen, sowie den gewählten neuen Stromlieferanten. Besonders achten sollte man darauf, beim Netzbetreiber nur einen Netznutzungsvertrag zu unterschreiben.

Sehr häufig agiert der Netzbetreiber nämlich zugleich als Stromlieferant und bietet dann auch beide Verträge an. Falls dann diese beiden Verträge unterschrieben werden, kann es dazu kommen, dass der Vertrag mit dem alternativen Anbieter für ungültig erklärt wird. Wenn man dann den Netzbetreiber hat, sollte man ihm so schnell wie möglich den Zählerstand mitteilen, den am besten gleich beim Einzug notieren!

Sowohl die Stromlieferanten, als auch die Netzbetreiber, beide benötigen normalerweise die folgenden Informationen:

  • Persönliche Angaben, Kontodaten und Informationen zur Stromanlage

Bei den Informationen zur Stromanlage handelt es sich meist um die Zählerpunktnummer (eine 33-stellige Zahl, die man im Vertrag, bei der Hausverwaltung oder beim Netzbetreiber stehen hat – auf dem Zähler selbst ist nur die Zählernummer vorhanden), den Zählerstand und den Jahresverbrauch an Strom des letzten Jahres.

Falls es mit der Suche nach einem Stromlieferanten in der Zeit nicht klappen sollte, steht man trotzdem nicht ohne Strom da! In diesem Fall springt der Grundversorger ein. Dies kann man nach zwei Wochen kündigen und es besteht keine Mindestlaufzeit. Jedoch handelt es sich dabei um die teuerste Variante. Früh suchen lohnt sich also!

Ein Gastbeitrag von Wechseljetzt.de

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